Aktuelle Informationen

Zertifizierung der Mitgliedsbetriebe 2020

Der Lockdown hat auch beim Zertifizieren der Mitgliedsbetreibe zu Verzögerungen geführt – Mitte Mai konnten aber die Überprüfung des letzten Betriebes abgeschlossen werden: Der Geschäftsführer des Fördervereins und jeweils wechselseitig ein Metzger haben sich die Abrechnungen mit den Landwirten mit den Gewichten der Schweine, die Futternachweise der Schweinemäster, Kaufbelege für Gewürze angesehen und die Reifezustände ausgewählter Produktionswochen angesehen. Alle Betriebe arbeiten nach den Qualitätskriterien des Fördervereins und haben die Zertifizierungsurkunde für 2020 erhalten.

Verbesserungen wünschen sich die Prüfer bei der Sichtbarkeit des Herstellungsdatums auf jeder einzelnen Ahlen Wurscht. Die Datumsprägung auf den Wurstclips ist recht klein und teilweise schwer lesbar. Hier sucht der Verein seit Jahren nach einer kundenfreundlicheren Lösung. Leider bisher ohne Erfolg.

 

Termine im Jahr 2020

ABGESAGT WEGEN CORONA:

Ahle-Wurscht-Tag am Sonntag, 29. März 2019 im Kloster Haydau, In der Haydau 2

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr hat der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht erneut einen Ahle Wurscht Tag in Kooperation mit der GrimmHeimat und dem Hotel Kloster Haydau auf dem Klosterhof in Altmorschen für den 29. März vorbereitet. Wegen des großen Andrangs im letzten Jahr wurden deutlich mehr Produzenten von guten Lebensmitteln aus der Region angeworben. Die Metzger und Käser haben mit Blick auf die Veranstaltung langfristig größere Vorräte produziert.

Jetzt hat sich der Vorstand des Fördervereins dazu entschlossen, die Veranstaltung abzusagen. „Es ist sehr einleuchtend für uns, dass alle Veranstalter von großen Events eine besondere Verantwortung dafür tragen, eine schnelle Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Enges Gedränge vor den Marktständen kann durchaus Ansteckungsmöglichkeiten begünstigen. Wir wollen nicht darauf warten, dass uns die Veranstaltung verboten wird und weitere unnötige Vorarbeiten rechtzeitig vermeiden“, so der neue erste Vorsitzende Rolf Schott aus Melsungen.

Die Organisatoren hoffen, dass sich die Situation bald wieder entspannt und sich ein Ausweichtermin für die Veranstaltung noch in diesem Jahr finden lässt, ansonsten wird für Ende März 2021 neu geplant.

Der Vorstand des Fördervereins weist darauf hin, dass Ahle Wurscht und andere nordhessische Spezialitäten aus der Wursthülle und dem Glas hervorragend für die Vorratshaltung zu Hause geeignet sind. Die Mitgliedsbetriebe des Fördervereins liefern gerne auch per Post bei Bestellung in den Onlineshops der Metzger. Die einzelnen Adressen finden sich auf dieser Internetseite im Bereich „Wurscht kaufen“.

 

Nordhessen geschmackvoll! am 11. Oktober in Melsungen

  • ABGESAGT WEGEN CORONA!

Zum sechzehnten Mal heißt es am Sonntag, dem 11. Oktober von 11 bis 17 Uhr wieder in Melsungen: Nordhessen geschmackvoll! Rund um das Melsunger Rathaus und in den anliegenden Straßen werden etwa 50 Stände von Bauern, Metzgern, Bäckern, Käsern und anderen Herstellern von guten Lebensmitteln aus Nordhessen aufgebaut. Teilnehmen darf nur, wer die Qualitätskriterien von Slow Food für eine gute, saubere und faire Herstellung einhalten kann. Dazu müssen im Vorfeld die Zutatenlisten aller Produkte vorgelegt werden, die auf Einhaltung der Standards geprüft werden: Mitgebracht werden darf nur, was ohne Geschmacksverstärker und unnötige Zusatzstoffe und Hilfsmittel hergestellt ist. Auf dem Markt gibt es keine Marmelade mit Ascorbinsäure, kein Brot aus Backmischungen und keine mit Reifebeschleunigern hergestellte Ahle Wurscht. Viele Nordhessen wissen diese konsequente Linie zu schätzen, besuchen den Markt jedes Jahr wieder und nutzen die Gelegenheit zum Genießen und Bevorraten hochwertiger Lebensmittel.

Nähere Informationen: www.nordhessen-geschmackvoll.com

 

Ahle-Wurscht-Fest in Lohfelden am 1. November

Das inzwischen Tradition gewordene Fest soll auch in diesem Jahr auf dem Löwenhof stattfinden. Der Förderverein und das Regionalmanagement Nordhessen hoffen, dass Corona bis dahin soweit gebändigt ist, dass die Veranstaltung ohne große Einschränkungen statt finden kann.

 

Rückblick:

Ahle-Wurscht-Fest am 31. März 2019 in Altmorschen

Die GrimmHeimat Nordhessen, der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V. und das Hotel Kloster Haydau haben erstmalig zum Ahle-Wurscht-Tag in das historische Ambiente des Altmorschener Klosters eingeladen. Im Domänenhof der alten Klosteranlage stellten die Mitgliedsmetzgereien des Fördervereins ihr Sortiment an Ahle Wurscht-Spezialitäten vor. Das Hotel Kloster Haydau sorgte den ganzen Tag mit seinem gastronomischen Angebot für die passende Bewirtung der Gäste.

Eine Auswahl weiterer regionaler Erzeuger aus der näheren Umgebung bot ebenso ihre Produkte an wie das Backhaus Schwarz seine Brotspezialitäten oder Imker Michael Hertweck seine Honig- und craftBEE-Erzeugnisse, Tobias Radler mit dem nordhessischen Fieldfare Gin.

Ein fachliches Begleitprogramm mit Vorträgen in einem Tagungsraum und eine kleine Ausstellung historischer Gerätschaften zeigten: Die Ahle Wurscht ist ein hochwertiges, handwerklich hergestelltes Gourmetprodukt und ein echtes Stück GrimmHeimat NordHessen.

Drohende Schließung des Schlachthofes Kassel
Mit Sorge sieht der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht die drohende Schließung des Schlachthofes in Kassel: Einige Betriebe sind existenziell darauf angewiesen, dass sie im Nahbereich die schweren Wurschtschweine vom Bauern ihres Vertrauens schlachten lassen und auf kurzem Weg zur Weiterverarbeitung in ihren Betrieb bringen können. Nur so ist die Warmverarbeitung sicher gestellt. Betrieben in der Stadt Kassel ist seit 1879 der Betrieb eigener Schlachtstätten aus hygienischen Gründen verboten. Kleinere Metzgereien im Umland können aufgrund der hohen Anforderungen durch EU-Verordnung eigene Schlachtstätten nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Die Ursache der wirtschaftliche Schieflage des Schlachthofes Kassel (und nicht nur des Betriebes in Kassel) sieht der Förderverein in der zu geringen Nutzung: Immer mehr Fleisch und Wurst wird in Supermärkten gekauft, die dort vertriebenen Waren werden von bundesweit agierenden Fleischfabriken zu niedrigen Preisen produziert, gegen die ortsansässige Metzger kaum konkurrieren können. In der Folge kaufen viele Metzger ihr Fleisch nicht mehr regional, sondern möglichst günstig vom Großhandel ein. Letzlich ist der Verbraucher durch sein Einkaufsverhalten für die Zerstörung oder Bewahrung regionaler Strukturen in der Lebensmittelherstellung verantwortlich.
Der Förderverein hofft auf eine Lösung für die Weiterführung des Schlachthofes oder auf eine kleinere und effektivere Alternative in der Stadt Kassel oder im unmittelbaren Umfeld.

Zertifizierung der Betriebe in 2017 abgeschlossen
Die Überprüfung der Einhaltung der Vereinskriterien wurde im Laufe des Frühjahres durchgeführt. Alle geprüften Betriebe konnten nachweisen, dass sie entsprechend den Qualitätskriterien arbeiten. Zertifizierungsnachweise haben folgende Betriebe erhalten: Sabine Opfer aus Datterode, der Teichhof aus Grandenborn, Wolfgang Wiegand aus Harle, Willi Ross aus Melsungen, Volker Luckhardt aus Seigertshausen, die Jausenstation aus Weißenbach und Dieter Rohde aus Kassel.

Die Ahle Wurscht vom Förderverein beim Hessenfest der Hessischen Landesvertretung in Berlin
Am 21. Juni war großer Bahnhof in der hessischen Landesvertretung in Berlin. Viel Prominenz war der Einladung gefolgt und ließ sich hessische Spezialitäten schmecken. Für die Ahle Wurscht hat der Vorsitzende des Fördervereins, Matthias Pflüger gesorgt. Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennende Liebhaberin der Ahlen Wurscht ist, bekam sie eine Stracke im Jutesäckchen als Präsent überreicht.

Die Kanzlerin freut sich offensichtlich über die Stracke (Foto Bernd Gasser)

„Fleisch ist nicht gleich Fleisch!“
Einschätzung der Meta-Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Gesundheitsrisiken von Fleischkonsum zwingt zu kritischer Betrachtung
PRESSEINFORMATION VON SLOW FOOD DEUTSCHLAND E: V. – Berlin, 29. Oktober 2015

Unser weltweit wachsender Appetit auf Fleisch verursacht nicht nur Umweltschäden durch Massentierhaltung und Monokulturen von Futterpflanzen – er ist auch nicht gesund. So auch das Urteil einer kürzlich veröffentlichen Untersuchen der Weltgesundheitsorganisation: Das Risiko an Gesundheitsschäden wachse mit der Menge und Regelmäßigkeit des Verzehrs an Wurstwaren und rotem Fleisch, schreibt die WHO. Diese Aussage schlägt derzeit einige Wellen, insbesondere im undifferenzierten Echo mancher Medienberichte, aber eine kritische Beurteilung des WHO-Gutachtens ist wichtig. „Ob Fleisch oder Wurst – jedes Produkt weist in vielerlei Hinsicht erhebliche Unterschiede auf,“ so Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp, Leiter der Qualitätskommission von Slow Food Deutschland e. V. „Fleisch ist nicht gleich Fleisch, sondern in hohem Maße abhängig von Zucht, Haltung und Fütterung der Tiere. Dazu kommt die Zubereitungsart. Hat Fleisch, das gesotten wurde, dasselbe Risiko wie gegrilltes Fleisch? Gibt es Unterschiede im Gefährdungspotenzial zwischen Rind, Schwein und Lamm? Ist ‚Schwarzgeräuchertes‘ mit besonders hohem Risiko behaftet?“ Bei den unterschiedlichen Wurstarten ist das nicht anders. Vor allem bei der Herstellung von Würsten kommt der Frage nach Zusatzstoffen eine besondere Bedeutung zu. Für beide gilt: die Herkunft der Tiere und die Art der Zubereitung (Fleisch) oder Weiterverarbeitung (Wurst) sind mitentscheidend für mögliche Wirkungen auf die Gesundheit. Die Einstufung der WHO wurde anhand der Auswertung von 800 Einzelstudien gemacht, deren Fragestellungen jeweils einem ähnlichen Muster folgten. Daraus ergibt sich zwar ein großer Datenpool, eine differenzierte Aussage aus wissenschaftlicher Sicht lässt dies aber nicht zu. „So lange diese differenzierten Fragen nach Herkunft, Verarbeitung und Zubereitung nicht beantwortet werden können, entzieht sich die Studie einer fachlichen Bewertung,“ betont Dr. Kniepkamp weiter. Slow Food plädiert bei allen Lebensmitteln für die Wahl guter, sauberer und fairer Lebensmittel, bei denen die Herkunft, Herstellung und Zusatzstoffe nachvollziehbar sind. Gerade beim Fleischverzehr kommt es eben auf die Dosis an: Fleischverzehr in Maßen ist nicht nur ökologisch nachhaltiger sondern auch besser für die Gesundheit. „Weniger ist mehr, das gilt gerade bei Fleisch und Fleischprodukten,“ so Dr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland e. V. „Der Verzehr von Fleischkonsum steht in engstem Zusammenhang mit ökologischer Nachhaltigkeit und menschlicher Gesundheit – das sagt Slow Food schon seit langem. Unsere Ernährung muss abwechslungsreich sein mit wenig, aber gutem Fleisch und Wurstwaren aus artgerechter Haltung.“

Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für eine lebendige und nachhaltige Kultur des Essens und Trinkens einsetzt. Der Verein tritt für die biologische Vielfalt ein, fördert eine nachhaltige, umweltfreundliche Lebensmittelproduktion, betreibt Geschmacksbildung und bringt Erzeuger von handwerklich hergestellten Lebensmitteln auf Veranstaltungen und durch Initiativen mit Ko-Produzenten (Verbrauchern) zusammen. Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und ist ein eingetragener Verein mit Geschäftsstelle in Berlin. Die Slow-Food-Bewegung zählt Mitte 2015 in Deutschland über 13.500 Mitglieder in rund 85 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 150 Ländern.
www.slowfood.de V.i.S.d.P.: Dr. Ursula Hudson

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