Das traditionelle Herstellungsverfahren ist in Grundzügen in der Vereinssatzung definiert. Die für herstellende Betriebe im Förderverein verbindlichen Regelungen sind in einer “Dokumentation Qualitätssicherungssystem” beschrieben. Die Hersteller unter den Mitgliedern haben die Möglichkeit, sich einer jährlich stattfindenen Auditierung zu unterziehen. Dabei wird die Einhaltung der Qualitätsrichtlinien rückwirkend und lückenlos kontrolliert. Bei erfolgreicher Auditierung erhält der herstellende Betrieb eine Lizenz zur Nutzung des Markenzeichens “Nordhessische Ahle Wurscht”. Diese ist auf ein Jahr begrenzt.
Zentrale Idee des Fördervereins ist, dass die Ahle Wurscht nur eine Zukunft hat, wenn die Herstellung in der traditionellen Qualität professionalisiert und durch Qualitätszertifizierung geschützt wird. Das Etablieren von Partnerschaften zwischen Bauern und Metzgern ist unerlässlich, um langfristig schwere Wurstschweine zu verarbeiten, die mit regional erzeugtem Futter ohne Gentechnik ernährt wurden.
Von Gerhard Schneider-Rose, Bebra.
Gerhard Schneider-Rose ist stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins. Sein Schwerpunkt in der Vereinsarbeit liegt in der Erforschung der Kulturgeschichte der Ahlen Wurscht.
Warum gibt außer der nordhessischen Ahlen Wurscht und der “Eichsfelder” im benachbarten Thüringer keine Rohwurst aus Schweinefleisch in Deutschland, die von so guter Qualität ist, dass sie bei entsprechender Pflege auch nach
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