Ahle-Wurscht-Fest 2018 in Lohfelden

Am Sonntag, dem 11.11.2018 von 11 – 17 Uhr findet wieder in Zusammenarbeit mit der Grimm-Heimat Nordhessen das Ahle-Wurscht-Fest im Löwenhof in Lohfelden statt. Weitere Infos gibt es im Flyer:

Flyer_Tag der Ahlen Wurscht 2018

Willkommen beim Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht

Der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V. wurde auf Anregung von Slow Food Nordhessen im Oktober 2004 von engagierten Metzgern und Ehrenamtlichen gegründet. Motive und Ziele waren und sind die Erhaltung der traditionellen Herstellung, die Qualitätssicherung, Geschmacksbildung und Esskultur.

Einen besonderen Schwerpunkt haben wir auf die Entwicklung eines Qualitätshandbuches und die Durchführung einer jährlichen Zertifizierung unserer Mitgliedsbetriebe gelegt, um dem Verbraucher ein verlässliches Gütesiegel für Nordhessische Ahler Wurscht in traditioneller Herstellung an die Hand zu geben. Auf unserer Seite finden sie Links zu allen Internetshops unserer Mitglieder. So können Sie auch aus der Ferne die Wurstlegende aus Nordhessen einkaufen.

Wir sind an Rückmeldungen zu unseren Aktivitäten und zu unserer Internetseite interessiert. Scheuen Sie sich bitte nicht, sich mit Ihren Ideen und Fragen an uns zu wenden.

Ich hoffe, Sie finden auf unserer Internetseite viele neue Informationen und Anregungen rund um das Thema nordhessische Ahle Wurscht!

Matthias Pflüger
Erster Vorsitzender des Fördervereins

Stellungnahme zur drohenden Insolvenz des Schlachthofes in Kassel

Die drohende Insolvenz des Schlachthofes in Kassel ist seit einigen Monaten bekannt, die Zeit für eine Rettung des Betriebes wird immer knapper. Unmittelbar betroffen von der drohenden Schließung sind auch einige Mitgliedsbetriebe des Fördervereins Nordhessische Ahle Wurscht, mittelbar betroffen von der immer geringeren Anzahl an Schlachtstätten sind alle regional verwurzelten Metzger in Nordhessen. Der Vorstand des Vereins „Nordhessische Ahle Wurst e.V.“ hat sich deshalb mit einer Stellungnahme an die Verantwortlichen in Wirtschaftsverbänden, Politik und Verwaltung in der Region gewandt, die folgenden Inhalt hat:

Eine Ausstattung unserer Region mit einem Netz von überbetrieblichen Schlachtstätten ist aus mehreren Gründen nicht nur für die einzelnen Handwerksbetriebe von Interesse:

• Eigene Schlachtstätten sind den Metzgerbetrieben in der Stadt Kassel schon seit etwa 1880 aus gutem Grund verboten. Immer höhere EU-Anforderungen haben die eigene Schlachtung für viele Betriebe in allen Landkreisen Nordhessens unwirtschaftlich werden lassen. Die Wahrung von Umwelt- und Hygieneanforderungen kann in einer größeren und besser ausgestatteten Schlachtstätte besser und effizienter umgesetzt werden als im Kleinbetrieb.

• Handwerklich hergestellte Fleisch- und Wurstwaren lassen sich nur dann qualitativ von Warenangeboten der großen Lebensmittelketten abheben, wenn es eine Vermarktungskette vom Landwirt in der Region über die regionale Schlachtung zum Handwerksbetrieb am Ort gibt. Metzger müssen die Möglichkeit haben, Tiere entsprechend ihrer Qualitätsansprüche direkt bei Landwirt zu erwerben und regional schlachten zu lassen.

• Kurze Transportwege vom Bauernhof zur Schlachtstätte sind ein wesentlicher Aspekt des Tierwohls. Verbraucher legen glücklicherweise zunehmend Wert auf Achtung von Tierwohlaspekten.

• Das kulinarische Premiumprodukt der Nordhessen – die Ahle Wurscht – ist in Ihrer traditionellen Herstellung zwingend auf die schlachtwarme oder schlachtfrische Verarbeitung angewiesen und damit auf kurze Wege zwischen Schlachtstätte und weiterverarbeitendem Betrieb.

• Wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaftsförderung sollte der Verbund an Tourismus, Gastronomie, Lebensmittelhandwerk und Landwirtschaft sein. Nur wenn hier die Zusammenarbeit funktioniert, wenn alle Bestandteile der Wertschöpfungskette regional vorhanden sind, können wir eine landschaftlich attraktive Region, eine kulinarische Tradition und eine hohe Aufenthaltsqualität für Einwohner und Gäste anbieten.

Über die fleischverarbeitenden Betriebe und die Innungen hinaus müssen sich unseres Erachtens auch die politischen Gremien in Stadt und Landkreis Kassel, das Regierungspräsidium und das Regionalmanagement für die Erhaltung eines nordhessischen Netzwerkes an Schlachtstätten engagieren, dies gilt nicht nur für den jetzt akut bedrohten Schlachthof in Kassel.

Die Erwartung an die Politik gehen dabei nicht in Richtung einer dauerhaften Subventionierung der Schlachtstätten. Vielmehr geht es um eine Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, die finanzierbar ist, um ein Zusammenbringen und fachlichen Beistand für das Zusammenfinden der einzelnen Betriebe, die ohne diese Unterstützung nur schwer eine funktionierende Lösung finden können und möglicherweise um Zwischenfinanzierungen bis zur Umsetzung neuer wirtschaftlicher Lösungen.

Zu den Rahmenbedingungen gehören insbesondere die Anforderungen der Veterinärämter an die Betriebe, die in den einzelnen Ämtern sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Hier gibt es offensichtlich große Auslegungsspielräume für die einzelnen Fachkräfte, die zu sehr unterschiedlich hohen Nachrüstungsanforderungen in den Betrieben führen. Hier eine „nordhessische Lösung“ zu finden, die Wahrung der gesetzlichen Vorgaben und Lebensmittelsicherheit auf wirtschaftlich verkraftbarem Niveau bietet, wäre ein wichtiger Beitrag der steuernden Ebenen – nicht nur für den Kasseler Schlachthof.

Bitte unterstützen Sie nach Ihren Möglichkeiten den Erhalt des Schlachthofes Kassel bzw. die Schaffung eines effizienten Nachfolgebetriebes und insgesamt die Erhaltung einer hinreichenden Anzahl von Schlachtstätten in der Region Nordhessen.

Matthias Pflüger
Erster Vorsitzender des Fördervereins

8 Antworten auf

  1. Hallo, Leute !
    Wir sind die „Kasseler Schlacken“ und haben eine „Liebeserklärung“ an die Ahle Wurscht in Form eines Songs auf CD gebannt. Es gibt Stimmen, die diesen Song als „Nordhessen – Hymne“ sehen – das wäre natürlich der Hammer !
    Wir finden das hat die „Nordhessische Ahle Wurscht“ verdient !!!
    Ihr könnt den Song auf You Tube unter „Die Kasseler Schlacken“ finden und hören
    oder unter http://www.bigpoint-productions.de mehr über die Kasseler Schlacken erfahren.
    In diesem Sinne : „Hoste Hunger, hoste Durscht – trink ’n Schoppen unn ess ’ne Ahle Wurscht….“ Eure „Ahle Wurscht Fans“ Die Kasseler Schlacken

  2. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Dobel,

    der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht ist nicht darauf aus, möglichst viele öffentliche Veranstaltungen zu organisieren. Deshalb gibt es auch keine Termine, die wir aktuell ankündigen können.

    In diesem Jahr sind die Mitgliedsbetriebe wieder auf dem Regionalmarkt Nordhessen geschmackvoll am zweiten Sonntag im Oktober in Melsungen, außerdem organisieren wir wieder den Ahle-Wurscht-Tag in Lohfelden voraussichtlich Anfang November. Das ist aber noch nicht in Feinplanung.

    Viele Grüße
    Gerhard Schneider-Rose

  3. Reinhard Dobel sagt:

    Hallo liebe Wustfreunde
    ich finde keine aktuellen Termin für 2015

    ich bitte um Mitteilung und aktuelle Internetseite

  4. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Lewark,

    die im Förderverein engagierten Hersteller garantieren Mindestreifezeiten je nach Kaliber. Auch ohne Druckprobe können Sie da sicher sein, dass sie gut gereifte Ahle Wurscht auch im Onlineshop erhalten. Wenn Sie die Ahle Wurscht gerne „knüppelhart“ mögen und dies bei der Bestellung angeben, werden das unsere Metzger beim Packen berücksichtigen bzw. Ihnen mitteilen, dass Sie vielleicht gerade mal nicht liefern können.

    Viele Grüße aus Nordhessen
    Gerhard Schneider-Rose

  5. Christoph Lewark sagt:

    Ich wohne zwar nicht in den USA – aber auch ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden, an Ahle Worscht zu kommen, natürlich kann man sie im Internett bestellen, aber der gewünschte Reifegrad laässt sich nunmal nur feststellen, wenn man die Wurst auch beruhren kann!! Daher meine Frage: Wer kennt Fachgeschäfte im Ruhrgebiet, die Ahle Worscht in ihrem Sortiment führen – sonst muss ich weiter nach Kassel fahren, um an diese Köstlichkeit zu kommen. Vielen Dank im vorraus!!

  6. AHLE WORSCHD KIMMED USS NOCHDHÄSSN!!

    AHLE WORSCHD KIMMED USS NOCHDHÄSSN!!

    Doh hadd doch disser Fernseh-Glotzen-Koch Rosan oder Rosine odder wie der heißt jezzemoh im Fernsehen verzähld, dass de Ahle Wörschde in Dhüringen de bäsden sinn!

    Näh! Der hodd ja kähne Ahnünge, dohr Hutt’ch!
    Dähr mussemah uffs Land ruff kimmen, dann wöchde häh nidd so ville Blöhdsinn verzählen!

    Ausserdähm iss Nochdhässische Ahle Worschd sowieso nidd uss Dhüringen, sonnschd wöchde säh ja Ahle Dhüringer haisen!

    Abor sinne Idee, de Worschd im Audo annön Spiejel zu hängen, statt irjend sohn doofes masskoddchen, dass war widdor doll!

    Unn ich mach mir nön Kopp, wo ich noch mähr von dehne Ahle Wörschde uffhängen kann, wail Daheeme dor Kellor schon so volle iss. Dass ich da nidd sälbesd druffe jekommen bin…

    …näh, näh, wo war ich dann mah widdor midd minnem Koppe…

    So, muss lohse, will mior noch sohn Gassl-Grimmi köhfen for de Spannunk, wenn ich im Näsde lije unn de Öjen unn de Rollahden bahle am Awönd dichde mach.

    Mid sohnem Gassl-Grimmi fallen mäh abbor de Döppen nidd so schnelle zu wie sonsd, wänns mah spähde jeworrn iss!

    Jooah!

    Bis bahle dann mah widdor!

    Oichres Angelika-Gudrun
    alias Claudia Weidt-Goldmann

    ©®CWG, 2014.

    Quelle:

    http://www.angelikagudrun.wordpress.com

  7. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Bunge,

    Sie sind nicht der einzige, der Sehnsucht nach der Ahlen Wurscht hat die restriktiven Einfuhrbedingungen der USA bedauert!
    Das zeigt doch, dass Sie ein echter Nordhesse sind und nicht umsonst Fullewasser getrunken haben.
    Leider kenne ich keine Produzenten in den USA. – Es ist auch zu befürchten, das andere Hygiene- und Produktionsvorschriften und klimatische Bedingungen die Herstellung einer gleichwertigen Wurst nicht möglich machen.

    So gibt es doch einen Grund (hoffentlich nicht den einzigen), ab und an einen Besuch in der alten Heimat abzustatten.

    Viele Grüße aus Bebra
    Gerhard Schneider-Rose

  8. Christoph sagt:

    Ich lebe hier in der Nähe von Seattle, Westküste USA, und würde so gern Ahle Wurscht bestellen und konsumieren, das Nordhessische Marzipan fehlt mir! Allerdings können keine Fleischwaren in die USA geschickt werden, leider. Vielleicht gibt es ja inzwischen einen Fleischer der sich hier auf Ahle Wurscht spezialisiert hat? Könnt ihr weiterhelfen?
    Herzlichen Dank und Gruß, und Fullewasser, Fullewasser……

    Christoph

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