Wir veranstalten wieder ein Ahle-Wurscht-Fest am Sonntag, 3. November 2019 von 11-17 Uhr auf dem Löwenhof in Lohfelden

Den Veranstaltungsflyer können Sie hier herunter laden:

Flyer Ahle-Wurscht-Fest_2019

 
Willkommen beim Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht

Der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V. wurde auf Anregung von Slow Food Nordhessen im Oktober 2004 von engagierten Metzgern und Ehrenamtlichen gegründet. Motive und Ziele waren und sind die Erhaltung der traditionellen Herstellung, die Qualitätssicherung, Geschmacksbildung und Esskultur.

Einen besonderen Schwerpunkt haben wir auf die Entwicklung eines Qualitätshandbuches und die Durchführung einer jährlichen Zertifizierung unserer Mitgliedsbetriebe gelegt, um dem Verbraucher ein verlässliches Gütesiegel für Nordhessische Ahler Wurscht in traditioneller Herstellung an die Hand zu geben. Auf unserer Seite finden sie Links zu allen Internetshops unserer Mitglieder. So können Sie auch aus der Ferne die Wurstlegende aus Nordhessen einkaufen.

Wir sind an Rückmeldungen zu unseren Aktivitäten und zu unserer Internetseite interessiert. Scheuen Sie sich bitte nicht, sich mit Ihren Ideen und Fragen an uns zu wenden.

Ich hoffe, Sie finden auf unserer Internetseite viele neue Informationen und Anregungen rund um das Thema nordhessische Ahle Wurscht!

Matthias Pflüger
Erster Vorsitzender des Fördervereins

 

Neues Mitglied im Förderverein:

Selbstvermarkter Familie Wagner aus Rotenburg-Seifertshausen

Familie Wagner ist schon lange auf der Webseite des Fördervereines Nordhessische Ahle Wurscht präsent: Hinter der persönlichen Geschichte zur Hausschlachtung in Seifertshausen verbirgt sich Hausschlachter Karl-Georg Wagner, der neben der Landwirtschaft als Hausmetzger unterwegs war und auch für die Eltern von Gerhard Schneider-Rose und die weitere Verwandtschaft geschlachtet hat.

In 1988 hat „Nödings Schorsche“, wie er im Ort hieß, den Betrieb an Sohn Bernhardt übergeben, der neben seiner Berufstätigkeit die Landwirtschaft zunächst im Nebenerwerb weitergeführt hat. Der Einstieg in die Direktvermarktung von Schweinefleisch erfolgte Stück für Stück ab 1994. Da begann Bernhardt mit der Schlachtung und Verarbeitung nach den Rezepten des Vaters im kleinen Schlachthaus auf dem Hof. Der regelmäßige Stand auf dem Kuckucksmarkt in Rotenburg-Braach hat das Geschäft beflügelt, Partyservice kam als Arbeitsbereich dazu, für den Ehefrau Gerda verantwortlich war und ist und ein gutes Händchen zeigt. In 2003 war die Arbeit und die materielle Situation so, dass der Beruf an den Nagel gehängt werden konnte. Der Betrieb wurde bei der Handwerkskammer eingetragen, die räumliche Situation immer weiter verbessert. Ein Gastraum mit 100 Sitzplätzen ist entstanden, eine moderne Küche nebenan. Daneben liegen die immer weiter modernisierten und ausgebauten Schlachträume und Reifekammern.

Die „Bauernstube“ wird vor allem für Familien- und Firmenfeste genutzt, im Winter gibt es dort an jedem ersten Freitag im Monat Schlachtekohl. Ein Hofladen bietet neben den eigenen Produken andere regionale Köstlichkeiten und einen Grundbedarf an Lebensmitteln und Hygieneartikeln für die Seifertshäuser.

Vom Schlachthaus bis zum Schweinestall sind es nur etwa 20 Meter – einen kürzeren Weg vom Stall zur Schachtstätte kann es kaum geben. Im Stall stehen immer etwa 65 Schweine, die dort eingestallt werden, wenn die Tiere im Maststall von Bauer Taube aus Blankenheim das übliche Schlachtgewicht von 90-100 kg erreicht haben und die meisten zum Schlachthof transportiert werden. Wagners füllen von dort ihren Bestand immer wieder auf und füttern die Schweine mit Futter von den eigenen Feldern. Neben Getreide werden dort auch Erbsen angebaut, Soja als Eiweißfutter wird so vermieden. Weiter gemästet werden sie bis zum Schlachtgewicht von 200-220 kg– wie in der traditionellen Hausschlachtung üblich. Etwa 180 Schweine werden im Jahr insgesamt fertig gemästet und geschlachtet.

Inzwischen sind Tochter Lena und Schwiegersohn Daniel in den Betrieb eingestiegen. Neben eigener Berufstätigkeit und Elternschaft sind sie fest entschlossen, den Betrieb zu übernehmen und zur eigenen Sache zu machen. Daniel will im nächsten Jahr die Meisterschule für das Metzgerhandwerk besuchen. Die bisherigen Berufe wollen beide vorerst nicht ganz aufgeben, aber die Erhaltung und der weitere Ausbau der traditionellen Herstellung von Ahler Wurscht und anderen Hausschlachtungsprodukten ist beiden eine Herzensangelegenheit. Von den jungen Leuten kommt auch die Idee, in den Förderverein für Nordhessische Ahle Wurscht einzutreten. Neben der Vermarktung über den Hofladen, dem Kuckucksmarkt und einigen Märkten im Nahbereich wollen sie auch einen Onlineshop aufbauen.

Nach Einführung der vom Förderverein geforderten Dokumentation und Wahrung der vorgeschriebenen Reifezeiten sind alle Voraussetzungen für die Aufnahme erfüllt. Der Förderverein freut sich über den ersten Mitgliedsbetrieb, der die eigenen gentechnikfrei gefütterten Schweine verarbeitet.

Eine weitere Besonderheit hat die Produktion von Ahler Wurscht noch: Hier wird noch jede Wurst per Hand gebunden, einen Clipper mit Metallklammern gibt es nicht.

 

8 Responses to

  1. Hallo, Leute !
    Wir sind die „Kasseler Schlacken“ und haben eine „Liebeserklärung“ an die Ahle Wurscht in Form eines Songs auf CD gebannt. Es gibt Stimmen, die diesen Song als „Nordhessen – Hymne“ sehen – das wäre natürlich der Hammer !
    Wir finden das hat die „Nordhessische Ahle Wurscht“ verdient !!!
    Ihr könnt den Song auf You Tube unter „Die Kasseler Schlacken“ finden und hören
    oder unter http://www.bigpoint-productions.de mehr über die Kasseler Schlacken erfahren.
    In diesem Sinne : „Hoste Hunger, hoste Durscht – trink ’n Schoppen unn ess ’ne Ahle Wurscht….“ Eure „Ahle Wurscht Fans“ Die Kasseler Schlacken

  2. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Dobel,

    der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht ist nicht darauf aus, möglichst viele öffentliche Veranstaltungen zu organisieren. Deshalb gibt es auch keine Termine, die wir aktuell ankündigen können.

    In diesem Jahr sind die Mitgliedsbetriebe wieder auf dem Regionalmarkt Nordhessen geschmackvoll am zweiten Sonntag im Oktober in Melsungen, außerdem organisieren wir wieder den Ahle-Wurscht-Tag in Lohfelden voraussichtlich Anfang November. Das ist aber noch nicht in Feinplanung.

    Viele Grüße
    Gerhard Schneider-Rose

  3. Reinhard Dobel sagt:

    Hallo liebe Wustfreunde
    ich finde keine aktuellen Termin für 2015

    ich bitte um Mitteilung und aktuelle Internetseite

  4. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Lewark,

    die im Förderverein engagierten Hersteller garantieren Mindestreifezeiten je nach Kaliber. Auch ohne Druckprobe können Sie da sicher sein, dass sie gut gereifte Ahle Wurscht auch im Onlineshop erhalten. Wenn Sie die Ahle Wurscht gerne „knüppelhart“ mögen und dies bei der Bestellung angeben, werden das unsere Metzger beim Packen berücksichtigen bzw. Ihnen mitteilen, dass Sie vielleicht gerade mal nicht liefern können.

    Viele Grüße aus Nordhessen
    Gerhard Schneider-Rose

  5. Christoph Lewark sagt:

    Ich wohne zwar nicht in den USA – aber auch ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden, an Ahle Worscht zu kommen, natürlich kann man sie im Internett bestellen, aber der gewünschte Reifegrad laässt sich nunmal nur feststellen, wenn man die Wurst auch beruhren kann!! Daher meine Frage: Wer kennt Fachgeschäfte im Ruhrgebiet, die Ahle Worscht in ihrem Sortiment führen – sonst muss ich weiter nach Kassel fahren, um an diese Köstlichkeit zu kommen. Vielen Dank im vorraus!!

  6. AHLE WORSCHD KIMMED USS NOCHDHÄSSN!!

    AHLE WORSCHD KIMMED USS NOCHDHÄSSN!!

    Doh hadd doch disser Fernseh-Glotzen-Koch Rosan oder Rosine odder wie der heißt jezzemoh im Fernsehen verzähld, dass de Ahle Wörschde in Dhüringen de bäsden sinn!

    Näh! Der hodd ja kähne Ahnünge, dohr Hutt’ch!
    Dähr mussemah uffs Land ruff kimmen, dann wöchde häh nidd so ville Blöhdsinn verzählen!

    Ausserdähm iss Nochdhässische Ahle Worschd sowieso nidd uss Dhüringen, sonnschd wöchde säh ja Ahle Dhüringer haisen!

    Abor sinne Idee, de Worschd im Audo annön Spiejel zu hängen, statt irjend sohn doofes masskoddchen, dass war widdor doll!

    Unn ich mach mir nön Kopp, wo ich noch mähr von dehne Ahle Wörschde uffhängen kann, wail Daheeme dor Kellor schon so volle iss. Dass ich da nidd sälbesd druffe jekommen bin…

    …näh, näh, wo war ich dann mah widdor midd minnem Koppe…

    So, muss lohse, will mior noch sohn Gassl-Grimmi köhfen for de Spannunk, wenn ich im Näsde lije unn de Öjen unn de Rollahden bahle am Awönd dichde mach.

    Mid sohnem Gassl-Grimmi fallen mäh abbor de Döppen nidd so schnelle zu wie sonsd, wänns mah spähde jeworrn iss!

    Jooah!

    Bis bahle dann mah widdor!

    Oichres Angelika-Gudrun
    alias Claudia Weidt-Goldmann

    ©®CWG, 2014.

    Quelle:

    http://www.angelikagudrun.wordpress.com

  7. Gerhard Schneider-Rose sagt:

    Hallo Herr Bunge,

    Sie sind nicht der einzige, der Sehnsucht nach der Ahlen Wurscht hat die restriktiven Einfuhrbedingungen der USA bedauert!
    Das zeigt doch, dass Sie ein echter Nordhesse sind und nicht umsonst Fullewasser getrunken haben.
    Leider kenne ich keine Produzenten in den USA. – Es ist auch zu befürchten, das andere Hygiene- und Produktionsvorschriften und klimatische Bedingungen die Herstellung einer gleichwertigen Wurst nicht möglich machen.

    So gibt es doch einen Grund (hoffentlich nicht den einzigen), ab und an einen Besuch in der alten Heimat abzustatten.

    Viele Grüße aus Bebra
    Gerhard Schneider-Rose

  8. Christoph sagt:

    Ich lebe hier in der Nähe von Seattle, Westküste USA, und würde so gern Ahle Wurscht bestellen und konsumieren, das Nordhessische Marzipan fehlt mir! Allerdings können keine Fleischwaren in die USA geschickt werden, leider. Vielleicht gibt es ja inzwischen einen Fleischer der sich hier auf Ahle Wurscht spezialisiert hat? Könnt ihr weiterhelfen?
    Herzlichen Dank und Gruß, und Fullewasser, Fullewasser……

    Christoph

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